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Author Topic: Krebs frueher behandeln - Rostock trifft China  (Read 1325 times)

ama

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Krebs frueher behandeln - Rostock trifft China
« on: December 17, 2007, 01:52:38 PM »

Krebs frueher behandeln - Rostock trifft China

[...]
Krebs früher behandeln

13. Dezember 2007 | von juno

ROSTOCK - Individueller, schneller und kostengünstiger: Krebspatienten
sollen in der Rostocker Universitätsklinik in Zukunft effektiver behandelt
werden. In Zusammenarbeit mit einer Delegation chinesischer
Wissenschaftler vom "Shanghai Center for Bioinformation Technology" haben
Rostocker Fachleute gestern ein neues Projekt begonnen.

Hans-Jürgen Thiesen vom Rostocker Institut für Immunologie will einen
Diagnose-Schlüssel für Krebs entwickeln: "Dazu müssen wir alle
bekannten Methoden kombinieren können." Die chinesischen Partner
seien bemüht, das Weltwissen zum Thema Krebs zusammenzutragen.
Genau das wollen die hanseatischen Experten nutzen. Rostock sei im
Gegenzug Vorreiter in der Arbeit am Patienten, erklärt Yixue Li, vom
Institut in Shanghai. "Es ist wichtig, unsere jeweiligen Vorzüge
gegenseitig zu nutzen."

In der Praxis untersuchen Ärzte künftig Krebszellen der Patienten auf
so genannte Signatoren. Sie weisen auf einen Tumor hin und lassen eine
genaue Klassifizierung zu. Die Ergebnisse vergleichen Mediziner mit
Daten aus Shanghai, "um ähnliche Eigenschaften und best mögliche
Therapien zu finden", sagt Thiessen. Ziel sei jetzt, das Verfahren zu
standartisieren.

Viele Daten von Patienten verwahrt
Die Grundlagenforschung haben Rostocker Forscher abgeschlossen.
Sie entwickelten in den vergangenen Jahren das Forschungskonzept
"Individualisierte Medizin". In der Uniklinik liegen umfangreiche
klinische Daten von Krebspatienten vor – "alle anonymisiert",
versichert Thiesen. Die chinesischen Fachleute ergänzen das Vorhaben
nun mit einer "hervorragenden" technischen Ausstattung. Die
erleichtert Fachleuten, die Krebsdaten der Personen zu analysieren
und mit anderen zu vergleichen.

"Patienten haben weltweit unterschiedliche genetische Hintergründe",
sagt Li. So haben Wissenschaftler aus Großbritannien zum Beispiel ein
Serum entwickelt, das keinem Europäer, dafür aber Asiaten helfe.

Um den wissenschaftlichen Austausch über Kontinente hinweg zu stärken,
sollen deutsche Forscher in Shanghai und chinesische in Rostock lehren.

Auch Studenten und Doktoranten sollen für mehrere Monate an die
Partnereinrichtung wechseln. Der erste chinesische Gast forscht bereits
in den Laboren der hanseatischen Uniklinik: Doktorand Ziliang Qiang ist
für drei Monate aus dem Land des Lächelns herüber gekommen.
[...]
Quelle:
http://www.svz.de/mecklenburg-vorpommern/artikeldetail/article//krebs-frueher.html?print=1&cHash=059feec0e5

bzw.

http://www.svz.de/mecklenburg-vorpommern/artikeldetail/article/529/krebs-frueher.html


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[...]
Rostock trifft China

12.12.2007: Rostock/MVregio Chinesische und deutsche Wissenschaftler
heben Projekt aus der Taufe Beginn eines Gemeinschaftsprojekts in
"Individualisierter Medizin"

Heute wird in Rostock ein deutsch-chinesisches Forschungsprojekt aus
der Taufe gehoben. Die Universität Rostock und das "Shanghai Center
for Bioinformation Technology" kooperieren im Bereich der
Krebsforschung. Dabei wird nicht nur das in Rostock entwickelte
Forschungskonzept der "Individualisierten Medizin" ausgebaut, sondern
es werden auch deutsche Forscher in Shanghai und Chinesen in Rostock
lehren.

Ausgearbeitet wurde das Projekt von Rostocker Forschern und einer
Delegation chinesischer Wissenschaftler, die sich derzeit in Rostock
befindet. Ziel des wissenschaftlichen Projektes ist es, Methoden zu
etablieren, die die umfassende Früherkennung von Krebserkrankungen
ermöglichen, um den einzelnen Patienten gezielt und individuell zum
frühestmöglichen Zeitpunkt therapieren zu können. Das Treffen findet
im Rahmen des 3. Rostocker Proteomforums statt. Des weiteren soll
ein internationales Graduiertenkolleg etabliert werden.

Krebserkrankungen früher erkennen, um gezielter handeln zu können,
und zwar mit für den einzelnen Patienten maßgeschneiderten
Therapien: Mit diesem Ziel treten deutsche und chinesische
Wissenschaftler an, um die Diagnostik und die Therapie von Krebs auf
eine neue Stufe zu heben. Das Stichwort lautet: Individualisierte
Medizin. Den Beginn soll ein wissenschaftliches Pilotprojekt machen,
das heute offiziell aus der Taufe gehoben wird und das in ein
internationales Graduiertenkolleg münden soll, wodurch die besten
Studenten der Partnerinstitutionen einen Auslandsaufenthalt im Rahmen
ihres Studiums durchführen können. Beteiligt sind das
Bioinformatik-Forschungszentrum in Shanghai und das Institut für
Immunologie sowie assoziierte Kliniken der Medizinischen Fakultät
der Universität Rostock.

"Unsere Idee dabei ist es, Patienten einem umfassenden Screening zu
unterziehen, bevor sie mit den entsprechenden Diagnosen an die
jeweiligen Fachabteilungen zur Behandlung überwiesen werden", sagt
Professor Dr. Michael O. Glocker vom Proteom-Zentrum Rostock.
Grundlage für ein solches Screening bilden die so genannten Marker,
die im Erbmaterial des Menschen darauf hinweisen, wie sich
Krebserkrankungen entwickeln können. "Aus diesen Markern lassen
sich mit bioinformatischen Verfahren Signaturen erstellen, die z.B.
die zuverlässige Diagnose unterschiedlicher Krebsstadien ermöglichen
soll", so Professor Glocker. Wenn der Krankheitsverlauf verstanden
wird, kann der Patient gezielter behandelt werden.

Auf der Rostocker Seite sind neben dem Institut für Immunologie die
Frauenklinik (Brustkrebs), die Hautklinik (Melanom, Hautkrebs), die
allgemeine Chirurgie (Kolon-Karzinom) und die Urologie
(Nieren-Karzinom) vorrangig beteiligt. Andere, wie etwa die
Innere Medizin (Pankreas-Karzinom), werden folgen. Die Rostocker
Mediziner bieten auf diese Weise umfangreiches klinisches
Datenmaterial über Krebserkrankungen, während die Chinesen über
eine exzellente technische Ausstattung zur bioinformatischen Analyse
und Erstellung der diagnostischen bzw. prognostischen Signaturen
verfügen.

Bereits seit zwei Jahren kooperieren die Rostocker Forscher des von
Prof. Thiesen geleiteten Instituts für Immunologie mit den
Wissenschaftlern aus Shanghai. Es besteht ein reger
Wissenschaftleraustausch, der im Rahmen des Projekts intensiviert
werden soll. Außer Lehrenden sollen dann auch Rostocker Studenten
nach Shanghai reisen und im Gegenzug Chinesen in Rostock studieren.
Um das Pilotprojekt auszuformulieren, kam eine Delegation von vier
chinesischen Professoren nach Rostock. Offiziell vorgestellt wird das
Projekt im Rahmen einer akademischen Festveranstaltung am
12. Dezember. Die Veranstaltung findet im Rahmen der
3. Rostocker Proteomforums statt.

MVregio Landedienst mv/hro
[...]
Artikel erstellt: 12.12.2007, 14:45, 4201 Anschläge
[...]
Quelle:
http://www.mvregio.de/print/mvr/74973;?url=/mvr/74973.html

bzw.

http://www.mvregio.de/mvr/74973.html
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