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Author Topic: Lügen der Esoteriker, Analysen ihrer Rhetorik, Teil 1  (Read 954 times)

ama

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Lügen der Esoteriker, Analysen ihrer Rhetorik, Teil 1
« on: November 01, 2007, 04:02:20 PM »

>Besserwisser
>Re: Kritik am Forum
>Antworten #30 - Heute um 15:53:39  

>"Unsere Wissenschaft, so gut sie auch sein mag, muss noch mit vielen
>Mängeln behaftet sein. Oder man forscht möglicherweise in die
>falsche Richtung, weil diese halt vorgegeben wird. Wer kann das
>schon genau sagen"

Das ist eine Lüge. Sie besteht aus drei Teilen:

1. Teil:
"Unsere Wissenschaft, so gut sie auch sein mag,
muss noch mit vielen Mängeln behaftet sein."

2. Teil:

"Oder man forscht möglicherweise in die falsche Richtung,
weil diese halt vorgegeben wird."

3. Teil:
"Wer kann das schon genau sagen"


Analyse:

1. Teil:
"Unsere Wissenschaft, so gut sie auch sein mag,
muss noch mit vielen Mängeln behaftet sein."

Bei Lügen ist die Vermischung mit Wahrheiten und Halbwahrheit ein Teufelszeug. Besonders teuflisch sind Dinge, die wir Menschen leider nicht ändern können, so sehr wir uns auch bemühen. Dazu gehört als erstes, daß wir sterben. Niemand kann ernstlich behaupten, daß der Tod etwas schönes ist. Doch immer wieder wird die Sterblichkeit des Menschen als angeblicher Beweis dafür herangezogen, daß die Medizin versagt. Aber die Wahrheit ist, daß nicht die Medizin versagt, sondern daß der Mensch (wie auch andere Lebewesen) eine Konstruktion mit begrenzter Haltbarkeit ist. Wir können das nur ändern, indem wir die Konstruktion, also die DNA des Menschen umbauen. Das ist noch niemandem gelungen. Übrigens ist der Umbau der DNA ein Frevel, weil der Mensch ja - nach dem Glauben der Religionskonstruktabhängigen - von Gott persönlich erschaffen und damit jede Änderung eine Gottteslästerung ist. (Woraus für Viele übrigens folgt, daß Medizin eine Gotteslästerung ist.)

Nochmal der Satz:

"Unsere Wissenschaft, so gut sie auch sein mag,
muss noch mit vielen Mängeln behaftet sein."

Die Falle liegt in dem zweiten Teil, und da vor allem in dem MUSS. Selbstverständlich sind wir NICHT allwissend. Das ist eine Tatsache, mit der wir leben müssen. Die Kernfrage ist dagegen, wie wir das tun.

Die Lüge besteht also darin, eine Tatsache in ihrer Bedeutung zu verdrehen. Eine besonders perfide Methode...


2. Teil:

"Oder man forscht möglicherweise in die falsche Richtung,
weil diese halt vorgegeben wird."

Dieser Teil der Lüge besteht aus zwei Hebeln: einmal dem "oder" und dann dem "weil".

Diese beiden Hebel gehören zum ersten Teil der Lüge:

"Unsere Wissenschaft, so gut sie auch sein mag,
muss noch mit vielen Mängeln behaftet sein."

Die Hebel machen daraus diese Gesamtaussage:

ENTWEDER die Wissenschaft hat Mängel
ODER sie tut das Falsche.

Fazit dieser Behauptungen: "So oder so: die Wissenschaft ist nichts."

Aber in dieser kurzen Darstellung wäre die Lüge sofort ersichtlich gewesen. Darum die Tarnung.


3. Teil:
"Wer kann das schon genau sagen"

Dieses Ding ist eine Lüge für sich. "Wer kann das schon sagen? Ach, wir alle wissen doch von nichts und sind den Gewalten und Mächten des Schicksals unterworfen..." Eine Soap-Opera, diesmal aber als ein MÄCHTIGES Werkzeug, denn die soll Zweifel und Verdacht streuen, unsicher machen und Ängste schüren. Das ist das Klima, in dem die ersten Teile der Lüge wirken sollen...

Dieser Satz

"Wer kann das schon genau sagen"

wirkt vermeintlich abschwächend auf die ersten Teile der Lüge. Auch das ist eine gewollte Wirkung, denn die Lüge in aller Härte aufzustellen hieße, ihre Wirkung zu vermindern. Die volle Wirkung erreicht die Lüge dann, wenn sie eben NICHT SO HART erscheint. Auch hier einer der Fälle, wo sanft zu scheinen die Wirkung verstärkt.

Alles zusammen ist ein schon lange bekanntes Lügenkonstrukt.


Wohl dem, der lesen kann!

ama

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